Newsletter Januar 2018

Ausgabe vom 31. Januar 2018 - Newsletter der Polizeilichen Kriminalprävention für Journalisten

Liebe Leserinnen & Leser,

die Digitalisierung steht für einen enormen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt. Die Risiken, die mit der digitalen Welt verbunden sind, wachsen jedoch stetig mit: Kriminalität im Internet boomt. 107.751 Straftaten verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 im Bereich Computerkriminalität bzw. Cybercrime. Zusätzlich ist vielen Internetnutzern oft nicht bewusst, dass sie sich an der Grenze zur Illegalität bewegen, egal, ob es sich um einen jugendlichen Digital Native handelt oder um den Erwachsenen, der das Internet mit all seinen Möglichkeiten erst kürzlich für sich entdeckt hat. Um die Sicherheit im Internet zu fördern, findet jedes Jahr der „Safer Internet Day“ statt. Europaweit veranstalten am 6. Februar verschiedene Kooperationspartner wie Schulen, öffentliche Einrichtungen oder Vereine Vorträge und Workshops, die das Gespür junger und alter Internetnutzer für die Chancen und Risiken des Internets schärfen sollen. Die Polizeiliche Kriminalprävention und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik werden zu diesem Anlass die Ergebnisse einer Umfrage zum Sicherheitsverhalten der Bürger  im Internet vorstellen.
Tipps zum Schutz vor Cybercrime und weitere Informationen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention jetzt schon auf 
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/

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Missbrauch verhindern

Die brutale Vorgehensweise des Mitte Januar zerschlagenen Pädophilenrings in Freiburg ist schockierend. Der Fall zeigt deutlich, dass sich Kinder und Jugendliche nicht alleine vor sexuellem Missbrauch schützen können. Gefragt sind auch Nachbarn, Lehrer, Trainer oder Freunde, speziell dann wenn die sexuelle Gewalt von den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ausgeht. Die Kampagne „Missbrauch verhindern“ unterstützt  Erwachsene bei der Aufgabe, Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen. Auf www.missbrauch-verhindern.de informiert die Polizei in Kooperation mit der Opferschutzorganisation „WEISSER RING“ beispielsweise über Täterstrategien oder  Anzeichen von Missbrauch Diese sollen Erwachsenen helfen, Hinweise auf Missbrauch zu erkennen, um diesen beenden zu können. Wichtig ist zudem Missbrauch bei der Polizei anzuzeigen. Daher informiert die Website auch  über die Rolle der Polizei von der Anzeigenerstattung bis zur Gerichtsverhandlung.

Zentrale Tipps der Kampagne sind:

1.    Wissen: Informieren Sie sich über Fakten und Risiken, denn Unkenntnis begünstigt Kindesmissbrauch.
2.    Offenheit: Machen Sie Missbrauch nicht zum Tabuthema. Damit helfen Sie Opfern sich Ihnen anzuvertrauen.
3.    Aufmerksamkeit: Oft gibt es Signale für Missbrauch. Seien Sie aufmerksam.
4.    Vertrauen: Vertrauen Sie den Aussagen von Kindern. Kinder erfinden selten eine an ihnen begangene Straftat.
5.    Handeln: Kümmern Sie sich um betroffene Kinder, holen Sie sich Hilfe und erstatten Sie Anzeige. Kinder können den sexuellen Missbrauch nicht alleine beenden.

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Rubrik Polizeilicher Opferschutz im Internet neu gestaltet

Täglich werden Menschen aller Altersgruppen und aus den unterschiedlichsten Bereichen Opfer. Oft wissen sie und ihre Angehörigen zunächst nicht, was sie unmittelbar tun oder an wen sie sich wenden können. Um die Suche nach geeigneten Informationen oder Ansprechpartnern zu erleichtern, wurde die gesamte Rubrik „Opferinformationen“ innerhalb unseres Internetauftritts www.polizei-beratung.de neu gestaltet und inhaltlich erweitert. Hinzugekommen sind die Bereiche Ablauf eines Strafverfahrens, Hasskriminalität, Politisch Motivierte Kriminalität, Menschenhandel, Cybercrime sowie Opferrechte. So gibt es umfangreiche Grundinformationen zu den einzelnen Deliktsbereichen, Hilfe und Unterstützung für Opfer und Angehörige, Informationen, wie ein Strafverfahren abläuft und umfangreiche Verlinkungen zu Hilfsorganisationen.
Ein Novum ist das eigens zum Thema entwickelte Erklärvideo, welches anhand von ausgewählten Delikten verschiedene Opferrechte näher erläutert. Ziel des Erklärvideos ist, die Anzeigenbereitschaft von Opfern und deren Angehörigen zu steigern und den Opferinteressen Rechnung zu tragen. Das Video kann in der Rubrik „Opferinformationen“ unter
www.polizei-beratung.de und im YouTube-Channel der Polizeilichen Kriminalprävention unter www.youtube.com/user/Polizeipraevention angeschaut werden.

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Fasching/Karneval: Achtung vor K.O.-Tropfen


Der Höhepunkt der närrischen Zeit steht an – gerade dann sind die Feiernden besonders von den sogenannten K.O.-Tropfen gefährdet, denn die Täter schlagen meist auf großen Veranstaltungen zu. Die Tropfen sind geruchlos, geschmacklos und gefährlich. Die Täter schütten ihren Opfern die Tropfen unbemerkt ins Glas, mit dem Ziel sie willen- und wehrlos zu machen, um sie danach auszurauben oder sie zu vergewaltigen.

Wenige Minuten nach der Einnahme folgen auf anfängliche Glücksgefühle bzw. Enthemmung, Übelkeit und Schwindel. Kommt es zur Bewusstlosigkeit, haben Opfer häufig keine oder nur vage Erinnerungen an das, was passiert ist. Überdosierung kann zu Koma und tödlicher Atemlähmung führen. Deshalb sollten Betroffene auf keinen Fall allein bleiben und Freunde oder das Personal um Hilfe bitten. So werden die Täter ferngehalten, und es kann schnell ärztliche Hilfe geholt werden. Wichtig ist schnelles Handeln, da manche Mittel, die als K.O.-Tropfen eingesetzt werden, schon wenige Stunden nach der Einnahme nicht mehr in Blut und Urin nachweisbar sind. Außerdem sollten Opfer Anzeige bei der Polizei erstatten. Das Verabreichen von K.O.-Tropfen kann verschiedene Straftatbestände erfüllen und nur mit Hilfe einer Anzeige ist es möglich, Täter zu ermitteln und mögliche weitere Opfer vor Schaden zu bewahren.

So können Sie sich vor K.O.-Tropfen schützen:

- Getränke bei der Bedienung bestellen und selbst entgegennehmen.
- Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen.
- Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
- Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen.
- Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen.
- Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und verständigen das Personal.

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Western Union entschädigt Betrugsopfer – Tipps gegen Finanzbetrug

Der Finanzdienstleister Western Union hat sich nach Ermittlungen US-amerikanischer Behörden zu Entschädigungszahlungen an Kunden bereit erklärt,, die über den Finanzdiensleister  um ihr Geld gebracht wurden. Sie waren mit verschiedenen perfiden Tricks auf Betrüger hereingefallen: Einmal gaben sich die Betrüger beispielsweise per Mail als US-amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, die derzeit nicht an ihr privates Geld kommen würden und daher auf finanzielle Unterstützung durch ihre Opfer angewiesen seien. In anderen Fällen gaukelten die Betrüger ihren Opfern über mehrere Monate hinweg eine Liebesbeziehung vor („Romance-Scamming“), um diese schließlich unter einem Vorwand um eine hohe Geldsumme zu bitten. All diese Fälle vereint, dass die Geldbeträge, die die Opfer den Betrügern überwiesen,  über Dienstleister wie Western Union abgewickelt wurden und die Finanzdienstleister mit ihrem Wegsehen, diese Betrugsmasche erst ermöglichten.

Mit zwei einfachen Verhaltensweisen kann man sich vor diesen Tricks schützen:

-    Niemals sollte man Geld an Menschen überweisen, die man nicht kennt.
-    Unglaubliche Angebote bei Wohnungs- oder Partnersuche sollten immer misstrauisch machen.

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