Länderrisiko: Eritrea
🇪🇷 Eritrea (engl. Eritrea)
⚠️ Einzelfallscreening, politischer und regionaler Bezug prüfen
❌ Nein / ESAAMLG MER 2025
❌ Nein / Status regelmäßig prüfen
⚠️ Staatssektor, Diaspora, Remittances, Bargeld, Gold, Militär-/Grenzbezug & BO relevant
🌍 Weitere Länderinformationen
🔎 Kurzbewertung
Gesamtrisiko: MITTEL-HOCH
Score: 74 / 100
Eritrea ist aktuell nicht FATF-gelistet. Der ESAAMLG Mutual Evaluation Report 2025 ist die erste FATF-basierte Mutual Evaluation Eritreas. Das AML/CFT-Risiko ist erhöht durch Staatssektor, begrenzte institutionelle Transparenz, Diaspora- und Remittance-Ströme, Bargeld, informelle Transfers, Gold- und Bergbaubezug, Grenz- und Konfliktregionen am Horn von Afrika, NPO-/Hilfsgeldkontext, PEPs und eingeschränkte Daten-/Aufsichtstransparenz.
📊 Risiko-Dashboard
8 / 30
19 / 20
16 / 20
14 / 15
18 / 15*
*Intern bitte auf 15 deckeln; erhöhte Darstellung wegen Remittance-, Bargeld-, Gold-, Staatssektor-, Transparenz- und Grenzrisiken.
🔍 Detailanalyse
FATF-/ESAAMLG-Status
Eritrea ist ESAAMLG-Mitglied. Der ESAAMLG Mutual Evaluation Report 2025 ist die erste FATF-basierte Bewertung Eritreas und wurde nach ESAAMLG-Angaben im Juli 2025 angenommen. Eine aktuelle FATF-Grey-List- oder Black-List-Einstufung besteht nicht.
Staatssektor, Transparenz und institutionelle Kapazität
Das Risikoprofil wird durch Staatssektor, begrenzte institutionelle Transparenz, eingeschränkte Datenlage, PEPs, staatliche Kontrolle, internationale Isolation und schwer nachvollziehbare wirtschaftliche Begünstigung geprägt.
Remittances, Bargeld, Gold und Grenzregionen
Weitere Risiken bestehen bei Diaspora- und Remittance-Strömen, Bargeld, informellen Transfers, Gold- und Bergbaubezug, Grenzregionen, Horn-von-Afrika-Kontext, NPO-/Hilfsgeldern und Drittstaatenzahlungen.
⚖️ Praxis-Einordnung für Geldwäschebeauftragte
- Eritrea nicht pauschal als FATF-Hochrisikoland einstufen, aber wegen Transparenz-, Staatssektor-, Remittance-, Bargeld-, Gold- und Grenzrisiken erhöht prüfen.
- Source of Funds, Empfängertransparenz, wirtschaftlichen Zweck, Endverwendung und UBO-Strukturen besonders dokumentieren.
- Remittance-, Bargeld-, Gold-, NPO-, PEP-, Sanktions- und Negative-Media-Indikatoren einbeziehen.
- Bei staatlichen oder staatsnahen Strukturen Eigentum/Kontrolle und wirtschaftliche Begünstigte vertieft plausibilisieren.
🧭 Handlungsempfehlungen
- EDD bei Remittances, Bargeld, Gold, Bergbau, NPOs, Hilfsgeldern, Staatssektor, PEPs oder Grenzbezug prüfen.
- Monitoring auf Remittance-, Bargeld-, Drittstaaten-, Gold-, NPO- und Staatssektormuster ausrichten.
- Empfänger-, Endverwendungs-, UBO- und Mittelherkunftsnachweise konsequent dokumentieren.
- ESAAMLG-/FATF-Follow-ups zur MER 2025 und regionale Sicherheitslage regelmäßig aktualisieren.
📚 Quellen
- FATF – Eritrea Country Page
- ESAAMLG/FATF – Eritrea Mutual Evaluation Report 2025
- FATF – High-Risk and Monitored Jurisdictions
- Transparency International – Corruption Perceptions Index
- Global Organized Crime Index