Länderrisiko: Kenia
🇰🇪 Kenia (engl. Kenya)
⚠️ Somalia-/Al-Shabaab- und Einzelfallscreening erforderlich
✅ Ja / Increased Monitoring seit Februar 2024
⚠️ Aktuelle EU-Liste prüfen
⚠️ FATF, Mobile Money, VASP, Korruption, Immobilien, NPOs, TF & Somalia-Bezug relevant
🌍 Weitere Länderinformationen
🔎 Kurzbewertung
Gesamtrisiko: HOCH
Score: 84 / 100
Kenia steht seit Februar 2024 auf der FATF-Liste der Jurisdiktionen unter verstärkter Überwachung. Die FATF nennt unter anderem Fortschritte bei VASP-Lizenzierung und TF-Ermittlungen, sieht aber weiterhin Defizite bei risikobasierter Aufsicht, Beneficial Ownership, Finanzinformationen, Geldwäscheverfolgung, TFS und NPO-Aufsicht. Praktisch relevant sind Mobile Money, VASP/Krypto, Korruption, Immobilien, Bau, Remittances, Bargeld, NPOs, Somalia-/Al-Shabaab-Bezug, Handelsfinanzierung, Wildtier- und Umweltkriminalität sowie regionale Ostafrika-Zahlungsströme.
📊 Risiko-Dashboard
25 / 30
18 / 20
18 / 20
15 / 15
18 / 15*
*Intern bitte auf 15 deckeln; erhöhte Darstellung wegen FATF-Grey-List-, Mobile-Money-, VASP-, NPO-, Immobilien- und TF-Risiken.
🔍 Detailanalyse
FATF-/ESAAMLG-Status
Kenia wurde im Februar 2024 in das FATF-Increased-Monitoring aufgenommen. Die FATF nennt für Februar 2026 weiterhin Kenia als Jurisdiktion unter verstärkter Überwachung und beschreibt offene Aktionspunkte u. a. zu Aufsicht, Beneficial Ownership, Finanzinformationen, ML-Ermittlungen, TFS und NPO-Regulierung.
Mobile Money, VASP, Finanzsystem und Remittances
Kenia ist ein regionaler Finanz- und Mobile-Money-Knotenpunkt. AML-relevant sind Mobile Money, Zahlungsdienstleister, VASP/Krypto, Remittances, Bargeld, FinTechs, grenzüberschreitende Zahlungen und wirtschaftlich schwer nachvollziehbare Mittelherkunft.
Korruption, Immobilien, NPOs und Somalia-/TF-Bezug
Weitere Risiken bestehen bei Korruption, PEPs, Immobilien, Bau, NPOs, Al-Shabaab-/Somalia-Bezug, Terrorismusfinanzierung, Handelsfinanzierung, Wildtierkriminalität, Umweltkriminalität und regionalen Ostafrika-Strömen.
⚖️ Praxis-Einordnung für Geldwäschebeauftragte
- Kenia-Bezug wegen FATF-Increased-Monitoring grundsätzlich erhöht behandeln.
- EDD bei Mobile Money, VASP/Krypto, Zahlungsdienstleistern, NPOs, Immobilien, PEPs, Somalia-/Al-Shabaab- oder TF-Bezug prüfen.
- Source of Funds, UBO-Ketten, Empfängertransparenz und Endverwendung vertieft dokumentieren.
- TF-, Sanktions-, Korruptions-, VASP-, NPO- und Negative-Media-Indikatoren eng verzahnen.
🧭 Handlungsempfehlungen
- Transaktionen mit Kenia-Bezug risikobasiert eskalieren und dokumentiert freigeben.
- Monitoring auf Mobile-Money-, VASP-, NPO-, Remittance-, Immobilien-, Drittstaaten- und TF-Muster ausrichten.
- UBO- und Eigentum-/Kontrollprüfung bei Trusts, Projekt- und Immobiliengesellschaften vertiefen.
- FATF-/ESAAMLG-Aktionsplan und EU-Hochrisikoliste regelmäßig aktualisieren.
📚 Quellen
- FATF – Kenya Country Page
- FATF – Jurisdictions under Increased Monitoring, February 2024 / February 2026
- ESAAMLG – Kenya Mutual Evaluation / Follow-up Context
- FATF – High-Risk and Monitored Jurisdictions
- Transparency International – Corruption Perceptions Index
- Global Organized Crime Index