Zum Hauptinhalt springen

Länderrisiko: St. Kitts und Nevis

Flagge St. Kitts und Nevis

🇰🇳 St. Kitts und Nevis (engl. Saint Kitts and Nevis)

Embargo / Sanktionen
❌ Nein / Einzelfallscreening erforderlich
FATF gelistet
❌ Nein / CFATF MER 2022 / FUR 2025
EU-Hochrisikoland
❌ Nein
Nationale Risikoanalyse DE
⚠️ CBI, Offshore, Trusts, Stiftungen, Immobilien, BO & DNFBPs relevant

🔎 Kurzbewertung

Gesamtrisiko: MITTEL-HOCH

Score: 63 / 100

St. Kitts und Nevis ist aktuell nicht FATF-gelistet. Die CFATF Mutual Evaluation 2022 bewertete das AML/CFT-System auf Grundlage der Vor-Ort-Prüfung vom 15. bis 26. März 2021; Follow-up-Berichte dokumentieren Fortschritte bei technischen Defiziten. Praktisch relevant sind Citizenship-by-Investment, Offshore-Finanzdienstleistungen, Trusts, Stiftungen, internationale Gesellschaften, Beneficial Ownership, Immobilien, Tourismus, Zahlungsdienstleister, DNFBPs und internationale Vermögensflüsse.

📊 Risiko-Dashboard

FATF / EU Listen
8 / 30
Korruption / Governance
12 / 20
Organisierte / Offshore-Risiken
13 / 20
Finanzsystem / BO
14 / 15
CBI / Trusts / Immobilien
18 / 15*

*Intern bitte auf 15 deckeln; erhöhte Darstellung wegen Citizenship-by-Investment-, Offshore-, Trust-, Stiftungs-, BO- und Immobilienrisiken.

🔍 Detailanalyse

FATF-/CFATF-Status

St. Kitts und Nevis ist Mitglied der Caribbean Financial Action Task Force. Die FATF-Länderseite verweist auf die CFATF Mutual Evaluation 2022 und Follow-up-Berichte, unter anderem 2023 und 2025, die Fortschritte bei technischen Compliance-Defiziten analysieren.

Citizenship by Investment, Trusts und Offshore-Strukturen

Das Risikoprofil wird durch Citizenship-by-Investment, internationale Gesellschaften, Trusts, Stiftungen, Nominees, Unternehmensdienstleister, wirtschaftlich Berechtigte und internationale Vermögensverwaltung geprägt.

Immobilien, Tourismus, Zahlungsdienstleister und DNFBPs

Weitere AML-Risiken bestehen bei Immobilien, Resort- und Tourismusprojekten, Zahlungsdienstleistern, DNFBPs, Rechtsanwälten, Immobilienmaklern, PEPs, Steuerdelikten und grenzüberschreitenden Vermögensflüssen.

⚖️ Praxis-Einordnung für Geldwäschebeauftragte

  • St. Kitts und Nevis nicht pauschal als Hochrisikoland einstufen, aber bei CBI-, Offshore-, Trust-, Stiftungs-, Immobilien-, DNFBP- oder Zahlungsdienstleisterbezug erhöht prüfen.
  • Beneficial Ownership, wirtschaftliche Kontrolle, Nominee-Strukturen und Source of Wealth besonders dokumentieren.
  • PEP-, Sanktions-, Negative-Media-, Steuerdelikts- und Drittstaatenrisiken risikobasiert einbeziehen.
  • Bei CBI-/Immobilienstrukturen Herkunft der Mittel und Antragstellerhintergrund plausibilisieren.

🧭 Handlungsempfehlungen

  • EDD bei CBI, Trusts, Stiftungen, Offshore-Gesellschaften, Immobilien, DNFBPs, Zahlungsdienstleistern oder PEP-Bezug prüfen.
  • Monitoring auf Vermögens-, Drittstaaten-, Immobilien-, Nominee- und Zahlungsdienstleistermuster ausrichten.
  • UBO-Ketten, wirtschaftliche Kontrolle und Mittelherkunft nachvollziehbar dokumentieren.
  • CFATF-/FATF-Follow-ups regelmäßig in der Länderrisikoanalyse aktualisieren.

📚 Quellen

  • FATF – Saint Kitts and Nevis Country Page
  • FATF/CFATF – Saint Kitts and Nevis Mutual Evaluation Report 2022
  • FATF/CFATF – Saint Kitts and Nevis Follow-up Reports 2023 / 2025
  • FATF – High-Risk and Monitored Jurisdictions
  • Transparency International – Corruption Perceptions Index
  • Global Organized Crime Index
Nach oben