Geldwäschebeauftragten (GwB)

 

Wer muss einen GwB bestellen?

Nach dem Geldwäschegesetz sind zur Einhaltung und Umsetzung der rechtlichen Vorgaben sämtliche Verpflichtete eingeschlossen. Allerdings stellt die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten eine interne Sicherungsmaßnahme nach § 9 Abs. 1 GwG dar. Diese hat zunächst nur auf folgende Verpflichtete eine bindenden Charakter:

-

Jedoch obliegt es der jeweiligen Aufsicht, auch weitere Verpflichtete zur Bestellung eines Geldwäschebeauftragten zu verpflichten (§ 9 Abs. 4 GwG). Unternehmen die hauptsächlich mit hochwertigen Gütern (bspw. Edelmetalle, Edelsteine, Schmuck und Uhren, Kunstgegenstände und Antiquitäten, Kraftfahrzeuge, Schiffe und Motorboote sowie Luftfahrzeuge) handeln sind durch die zuständige Aufsicht dazu zu verpflichtet, einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen, gem. § 9 Abs. 4 Nr. 3 GwG). Diesbezüglich haben die Bundesländer eine Allgemeinverfügung erlassen. Im wesentlichen sind die Allgemeinverfügungen identisch und verpflichteten die Unternehmen zur Bestellung eines Geldwäschebeauftragten, die

  • mit hochwertigen Gütern handeln
  • 50 % des Gesamtumsatzes durch diese Güter erzielen
  • mind. 10 Mitarbeiter (am 30.12 des vorherigen Geschäftsjahres)
  • Bargeld i.H.v. mind. 15.000 € im Zusammenhang eines Geschäftsfalles annehmen (vorheriges Geschäftsjahr)